Hier findest du den vorherigen Teil vom Projekt, da es in mehrere Artikel aufgeteilt ist.

Die Planung meiner Holzböcke inklusive der Multifunktions-Tischplatte erfolgte in SketchUp von der Firma Trimble.

Im folgenden möchte ich auf die wichtigsten Aspekte bei der Konstruktion meiner Holzböcke sowie der Tischplatte eingehen.

Die Holzböcke bestehen größtenteils, wie bereits in den vorherigen Artikeln erwähnt, aus 60 x 60 mm Fichte Konstruktionsvollholz (kurz KVH). Eine Ausnahme bilden die 60 x 120 mm Leimbinder für die Füße sowie der 40 x 60 mm "Mittelsparren", der etwas mehr Stabilität zwischen den beiden Beinen gewährleistet.

Die Füße

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Die Füße, aus einem Leimbinder gefertigt, werden an den oberen Stirnseiten schräg angeschnitten. Das dient einem 'schnittigerem' Aussehen und hat keinen konstruktiven Hintergrund.

In die Füße werden die 60 x 60 mm Balken der Bein-Konstruktion vollständig eingelassen, sodass der Balken oben bündig mit dem Fuß abschließt. Ich hoffe, dass das halbwegs gut klappen wird, da ich so etwas noch nie gemacht habe.

Darüber hinaus wird jeder Fuß mit jeweils einer gebremsten sowie einer ungebremsten Lenkrolle (jeweils diagonal gegenüber) ausgestattet, um diese Mobil und trotzdem Standfest zu machen.

Die Verbindung zwischen Füßen und Beinen

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Der wie oben erwähnt einzulassende Balken wird mit den Beinen verschraubt. Zusätzlich habe ich 4 Dübel vorgesehen, welche der Verbindung Steifheit verleihen sollen. Außerdem wird der Balken mit jeweils zwei Füßen verschraubt, was mir erlaubt das Beingestellt wenn nötig von den Füßen zu trennen.

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Die Beine

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Wie oben beschrieben werden die Beine nur indirekt mit den Füßen verschraubt, was einen Modularen Einsatz des Gestells erlaubt und auch die Lagerung der Böcke möglichst platzsparend machen soll.

Besonders macht diese Beine für mich persönlich die relativ hohe Herausforderung an mich selbst, da es insgesamt vier Zapfenverbindungen je Bock benötigt. Das hat weniger Gründe aus Sicht der Stabilität, sondern soll tatsächlich einfach eine Aufgabe an mich selber sein, neues auszuprobieren. Mein grober Plan besteht darin die Zapfenlöcher grob mit einem Froster-Bohrer/Bormax auszubohren und dann mit Stechbeiteln nachzuarbeiten. Die Zapfen selber werde ich mit meiner neuen, extra für dieses Projekt gekauften, Japansäge ausarbeiten.

Oberhalb der Beine bekommt ein weiterer Balken aus 60 x 60 mm KVH seinen Platz. Dieser wird mit besagter Zapfen-Verbindung aus das Gestell geleimt und bekommt zusätzlich drei 10 mm Dübellöcher, welche später zur Fixierung meiner Tischplatte dienen sollen.

Die Tischplatte

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Die 800 x 1000 mm große und 22 mm starke MDF-Tischplatte wird ebenfalls mit jeweils drei Dübellöchern für zwei Böcke versehen, die sie an Ort und Stelle halten sollen.

Außerdem werde ich ein Lochraster aus 8 x 10 Löchern mit 20 mm Durchmesser und 96 mm Abstand erstellen.

Um der Platte die, meiner Meinung nach nötige, Stabilität zu verleihen, habe ich mir folgenden Rahmen aus 38 x 38 mm gehobelten Rahmenhölzern überlegt.

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Die Rahmenhölzer werden an den Enden auf Gehrung geschnitten und verleimt, außerdem bringe ich zwei weitere Rahmenhölzer weiter mittig ein, die etwas eingelassen ebenfalls verleimt werden.

Dieser Rahmen wird dann ganz zum Schluss mit Hilfe von einigen 3,5 x 50 mm Spax Schrauben seinen Platz an der Tischplatte finden.

Ich hoffe sehr, dass euch der Baubericht bis hier her gut gefällt und freue mich euch mitzuteilen, dass ich morgen die ersten Arbeitsschritte in der Praxis umsetzen werde, nachdem ich meinem Vater dabei geholfen habe die Terassen-Dielen einheitlich zu kürzen.

Beim Rahmen der Tischplatte wird sicher dem Einen oder Anderen auffallen, dass die Böcke die jeweils äußere Lochreihe überdecken. Das ist ein Planungsfehler von mir, den ich beim Bau aber korrigieren und die Pläne im Nachhinein mit den fertigen Maßen ausbessern werde.

Den nächsten Artikel in der Serie zu diesem Projekt findest du hier.