Hier findest du den vorherigen Teil vom Projekt, da es in mehrere Artikel aufgeteilt ist.

Heute war wie gestern bereits angekündigt der erste Tag, an dem ich praktisch an den Holzböcken arbeiten konnte. Zuvor bestand meine Arbeit an dem Projekt ja überwiegend aus Blättern, dem Geodreieck und anschließenden Abenden vor SketchUp.

Zu allererst galt es die elterliche Garage zur Werkstatt zu transformieren. Aus zwei Klapp-Böcken und meiner Zukünftigen MDF-Tischplatte wurde kurzerhand ein Kappungen-Stand, der WABECO Bohrständer wurde um einen Schraubstock ergänzt und das Material grob zurechtgelegt. Außerdem fand der Laptop seinen Platz auf der Werkbank, da ich in SketchUp bereits alle Maßangaben vorbereitet habe, aber keine Lust auf Papierkrieg hatte.

Kappsägenstation mit der Metabo KGS 216 M

SketchUp auf dem MacBook für bessere Kontrolle der Arbeiten

Wabeco Bohrständer

Danach ging es an den Zuschnitt aller benötigten Teile. Die Maße dafür hatte ich wie gesagt in Form meines MacBooks und SketchUp dabei. Je nach Bestandteil, den ich zugeschnitten habe, habe ich entsprechende Layer ein und ausgeblendet, um immer nur das zu sehen, was im Fokus sein soll.

Metabo KGS 216 M mit Rahmenholz-Balken

Fertig geschnittene MFT-Füße

Dazu habe ich euch außerdem eine kurze Videosequenz unserer Metabo Kappsäge (GKS 216 M) eingeblendet, welche wir an einem Was Staubsauger betrieben haben. Leider mit wenig erfolg, wie folgende Bilder zeigen.

Hier besagte Bilder zur eher enttäuschenden Absaugwirkung. Aufgefallen ist mir, dass es besonders bei den Winkelschnitten außerhalb des 0° - 15° Bereichs dazu kommt, dass die Absaugung der Säge weniger gut funktioniert. Bei geraden Schnitten werden grob geschätzt bis zu 70% abgesaugt. Ob es auch an unserem Sauger liegt, mag ich nicht abstreiten.

Metabo KGS 216 M Absaugung

Metabo KGS 216 M Absaugung

Fußgestell

Nachdem alle Füße fertig geschnitten waren, habe ich mich daran gemacht die Aufnahme für den verbindenden KVH-Balken auszuklinken. Dazu habe ich zuerst meine senkrechten Linien mit der Japansäge (Augusta Kaaba 270 mm) entlang gesägt, um danach mit Stechbeiteln den 'Inhalt' abzutragen.

Danach konnte ich dann probeweise den Balken mit den vorgesehenen M8 Gewindeschrauben fixieren.

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Die Schraublöcher habe ich mit einem 15er Forstnerbohrer von meinem Vater um etwa 4 mm abgesenkt, sodass der Schraubenkopf (Senkkopf) samt Unterlegscheibe dann plan mit den Hölzern endet, ohne überzustehen.

Beine

Außerdem hatte ich noch Zeit, mich näher mit den Beinen auseinander zu setzen. Ich habe mit Stechbeiteln von Kirschen ein Zapfenloch erstellt, nachdem ich die passenden 20 x 40 mm Zapfen mit Hilfe der Japansäge erstellt hatte. Dabei ist mir aufgefallen, dass es nicht immer von Vorteil ist, Holz gefast zu kaufen. Durch diese Fase ist es kaum möglich exakt zu messen. Aber naja, der Zapfen passt und auch die Verbindung zwischen beiden Beinen ist im Winkel. Morgen ist zu allererst das zweite Bein dran und ich hoffe den ersten Holzbock vollständig fertigstellen zu können.

Anzeichnen mit dem Rolson Multifunktionswinkel

Zapfenloch mit dem Kirschen Stechbeitel ausstemmen

Selbst hergestellte Zapfenverbindung

Den nächsten Artikel in der Serie zu diesem Projekt findest du hier.