Als die Maschinen in meinem Werkraum größer und die Luft immer staubiger wurden, musste sich etwas verändern. Ich hatte bisher ohne jegliche Staubabsaugung gearbeitet und das hat man bei jeder Arbeit gespürt. So konnte es also nicht weitergehen.

Zu meinem Glück hatte zu dieser Zeit jemand seinen gut-gebrauchten CTL MIDI im Holzwurmtreff zum Verkauf angeboten, sodass ich quasi zuschlagen musste.


So möchte ich euch mein Absaugmobil CTL MIDI heute etwas näher vorstellen, die Vorzüge (und auch Nachteile) hervorheben und meine ganz persönliche Meinung mit euch teilen.

Der CTL MIDI im Transportzustand

Festool Absaugmuffe

Eines der für mich bis heute wichtigstens Features am CTL MIDI und an allen anderen Festool Saugern ist die (inzwischen alte) universal Absaugmuffe. Dadurch, dass sie zu großen Teilen aus Gummi besteht, passt sie fast überall drauf, oder rein und schließt dann auch dicht ab.

Inzwischen hat Festool bei neuen Saugern auf eine Muffe mit Bajonett-Verschluss umgestellt, die soweit ich weiß deutlich weniger flexibel einzusetzen ist und den Anwender ein gutes Stück mehr an das Festool-Ökosystem bindet.
Die Vollgummi-Absaugmuffe von Festool

Schlauchdepot

Das sogenannte Schlauchdepot beschreibt den Luftraum innerhalb des schwarzen Kastens auf dem CTL MIDI und allen anderen Saugern von Festool, die mit selbigem ausgestattet sind.

Darin finden sowohl der Schlauch, als auch das Kabel ihren Platz beim Transport und sind so sicher und komfortabel aufbewahrt.

Schlauchdepot mit mittigem Tragegriff

Zusätzlich sind außen am Schlaudepot bei meiner Version vier Klipps für Tanos-Classic Systainer, welche dann auf dem CTL MIDI befestigt werden können. So wird aus dem Sauger ein Rollbrett, oder mit einem SYS-MFT (Systainer mit kleiner Multifunktions-Tisch Auflage) eine fahrbare Arbeitsstation.

Die neue generation der Schlauchdepots ist zusätzlich mit dem T-Lock Verschluss versehen, um auch diese Systainer daran arretieren zu können.

Bedienelemente

Typisch für Festool wurden die Bedienelemente auf ein Minimum rediziert. Neben den Klipps für die Systainer-Arretierung gibt es nur wenige weitere Elemente, was eine Bedienung 'kinderleicht' macht.

Da wäre zum einen das Bedienpanel an der Sauger-Front, welches das regulieren der Saugkraft sowie die Einstellung vom Betriebsmodus ermöglicht und zusätzlich die Steckdose für den Automatik-Betrieb bereitstellt.

Was soll man dazu noch sagen? Es bleibt kaum Raum für Fehlinterpretation der Schalter.
Die Steckdose für den Automatik-Betrieb

Das in der Steckdose angeschlossene Gerät erhält seinen Strom über den Sauger und wird dann - im Automatik-Betrieb - vom Sauger 'überwacht'. Sobald die Maschine anläuft, schaltet sich der Sauger zu und die Absaugung startet völlig automatisch.

Inzwischen bietet Festool ein Bluetooth-Modul für einige Sauger zum Nachrüsten und einige Sauger ab Werk mit dieser Funktionalität. Zusätzlich gibt es passende Akkus mit Bluetooth-Funktionalität, wodurch euch erlaubt ist den Komfort der Automatik auch mit akku-betriebenen Geräten zu genießen. Ein weiteres Feature ist ein Handmodul, welches am Schlauch fixiert werden kann, um den Sauger direkt von der Muffe aus zu starten.

Blick ins Innere

Die letzten beiden Bedienelemente erlauben euch einen Blick ins Innere vom Sauger, um bspw. den Filter zu reinigen oder den Staubsaugerbeutel zu wechseln.

Praktisch von der Seite zu bedienen, hat der Sauger rechts und links zwei Klapp-Verschlüsse, die den oberen am unteren Teil festhalten.

Klappverschluss im geöffneten Zustand

Öffnet man nun beide Verschlüsse, kann man das Absaugmobil in zwei Hälften teilen.

Links: Obere Sauger-Hälfte | Rechts: Untere Hälfte mit Saugerbeutel

Verbunden werden der Sauger, der in der oberen Hälfte sitzt, und der Staubsaugerbeutel über den folgenden Stutzen, der dann in der Gummilippe vom Beutel sitzt und dadurch abgedichtet ist.

Ebenfalls sitzt der Filter vom Sauger in bzw. an der oberen Hälfte vom CTL MIDI. Über den grünen Griff lässt sich die Kassette abnehmen und der Filter kann gereinigt oder gewechselt werden.

Stop & Go

Ein weiteres sehr praktisches Feature ist die Möglichkeit, den Sauger festzusetzen. Das geschieht, indem man ihn vorne über ein gummiertes Bauteil aufbockt, wodurch er dann am Boden 'klebt'.

Ausklappen lässt sich dieser Bock, indem mach den Fuß am Pfeil platziert, leicht auf das schwarze Element tritt und den Sauger ein Stück ranzieht.

Um dem Sauger wieder seine Bewegungsfreiheit zurück zu geben, reicht ein Drcuk auf den grünen "Knopf", wodurch der Bock wieder eingeklappt wird.

Der einzige Nachteil (für mich!)

Der einzige nachteil ist in Wahrheit eigentlich auch keiner. Generell gibt es für mich nichts am CTL MIDI auszusetzen, das Preis-/leistungsverhältnis stimmt einfach. Ihr solltet euch nur bewusst sein, dass der CTL MIDI nur ein Klasse-L Sauger ist.

Das bedeutet, dass feine Stäube wie bspw. von Buchen- oder Eichenholz, aber auch beim Schleifen von Gips oder Gipskarton durch den Filter zurück in die Atemluft gelangen können. Solltet ihr solchen Stäuben also häufig ausgesetzt sein, benötigt ihr einen Sauger der Klasse-M. Eine Übersicht zu den Staubklassen findet ihr hier.

Mehr zu den Absaugmobilen und der Iniative Staubfrei von Festool findet ihr hier.

Mein Fazit zum Sauger ist, dass ich den Kauf absolut nicht bereue und sogar jedem dazu raten würde, auf ein Absaugmobil von Festool zu setzen.