Hier findest du den vorherigen Teil vom Projekt, da es in mehrere Artikel aufgeteilt ist.

Im zweiten Teil von "Gartenteich selber anlegen" möchte ich euch zeigen, wie wir die Grube vorbereitet haben, das Vlies verlegt wurde und alle weiteren Schritte, um aus dem Loch einen Gartenteich werden zu lassen.

1. Die Grube vorbereiten

Bevor Vlies oder Folie in dem Loch verbaut werden, solltet ihr die Grube entsprechend präperieren. Wurzeln, die aus den Seitenwänden austreten solten eingekürzt oder vollständig entfernt werden, jeder Form von Kieselsteinen oder Schutt sollte aus dem Loch geholt werden und alle Flächen, auf denen die Wassermassen später 'stehen' werden, sollten mit 2-3 cm Sandschicht belegt sein, um die Teichfolie zu schützen.

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Außerdem haben wir in diesem Schritt die Form des Teiches finalisiert, die Abstufungen verfeinert und mit einem Spaten alle Kanten 'gesäubert'.

2. Das Teichvlies verlegen

Das Verlegen vom Teichvlies war einfacher als gedacht. Aufgerollt kam es als lange Bahn mit ca. 1,5 m breite bei uns an. Die Bahnen mussten also nur abgelängt und dann entsprechend verlegt und mit Steinen beschwert werden, damit die Bahnen auch liegen bleiben.

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Auf dem Bild seht ihr schon die Teichfolie aus der Terrasse liegen.

3. Die Teichfolie verlegen

Der letzte, gleichzeitig wichtigste aber auch schwerste Schritt ist das Verlegen der Teichfolie. Im Gegensatz zum Vlies kommt diese nicht als Meterware, sondern am Stück. in Unserem Fall waren es - meine ich mich zu erinnern - 6,00 x 10,00 m mit 2,00 mm Stärke. Gewicht des 'Paketes' waren locker 80 kg.

Zum Verlegen haben wir uns mit einigen Nachbarn verabredet, die die Hilfe bereits im Voraus angeboten hatten und dementsprechend tatkräftig mit anpackten.

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Ohne die Hilfe, wäre es kaum bis gar nicht zu schaffen gewesen, diese riesige Folie zu bändigen und die Falten entsprechend zu legen.

4. Nacharbeiten / Der letzte Schliff

Abschließend haben wir dann, während und nachdem der Teich voll Wasser lief, Kieselsteine aus einem Kieswerk in Goch/Kessel auf der Folie platziert, da man diese nicht einfach von oben in den teich werfen sollte.

Ungewöhliche Situationen bedürfen manchmal ungewöhnliche Maßnahmen und so stand ich kurzer Hand mitten im Teich, um die Steine zu platzieren.

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Zusätzlich haben wir die komplette Teich-Umrandung mit Ufer-Matten aus Kokosfasern belegt, um die Folie an den Stellen vor direkter Sonne zu schützen und den Uferpflanzen mehr halt zu geben.

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Die Matten ließen sich problemlos mit einer guten Schere zuschneiden.

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5. Erste Bewohner

Zum krönenden Abschluss kamen dann noch einige Fische als erste Bewohner in den Teich, nachdem sich das Wasser etwas beruhig hatte und die Schebstoffe sich abgesetzt haben.

Baumarkt-Fische

Unter anderem hatten wir hier in Goch beim Hagebau-Markt Swertz einige Goldfische gekauft.

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Reflektierend kann ich euch nur raten, Fische nicht im Baumarkt zu kaufen. Ich weiß nicht, wie es in anderen baumärkten ist, aber die Fische vom Hagebau scheinen sehr anfällig für den Umzug zu sein. Von zwei Fisch-Käufen sind jeweils 75% der Fische nach spätestens 3 Wochen verstorben.

Hagmans Teiche Kevelaer

Aus diesem grund sind wir im Nachhinein nur noch bei Hagmans in Kevelaer unsere Fische kaufen gegangen. Immer kleinere Grüppchen, sodass sie sich gut eingewöhnen konnten.

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Hier die ersten Fische von Hagmans für den Teich, noch in der Umzugs-Tüte auf meinem Arm.

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Fazit

Ich hoffe, dass euch der Bericht gefallen hat. Solltet ihr Fragen oder Anregungen ahben, wendet euch doch einfach per E-Mail an daniel@holzbock.blog und ich werde mich zurückmelden, so gut es zeitlich passt :-)